Wieder in Bewegung, und zwar schmerzfrei

Praxis für Orthopädie, Sportmedizin,
Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie

Dr. Khalilzadeh & Kollegen

Hüft­dysplasie

Die Hüftdysplasie ist eine Fehlbildung des Hüftgelenkes, wobei dieses durch eine unzureichende Verknöcherung nicht richtig ausgeformt ist. Die Hüftpfanne steht nicht physiologisch, sondern etwas steil oder ist zu klein. IM Säuglingsalter wird diese meist direkt erkannt. Unentdeckte Dysplasien der Hüfte können in der Pubertät, aber auch im erwachsenen Alter zu Problemen führen, die häufig bei längerer Belastung oder sportlichen Aktivitäten präsent werden.

Je nach Alter der zu behandelnden Person und Ausmaß der Dysplasie, gibt es konservative Maßnahmen wie Gipsen, Bandagen tragen, aber auch die operative Korrektur der Fehlstellung.

Hüft­impingement­syndrom

Bei einem Hüftimpingement (femoroacetabuläres Impingement-Syndrom kurz FAI) ist durch eine Fehlbildung und Überlastung des Hüftgelenks die Beweglichkeit stark eingeschränkt. Bei bestimmten Bewegungen oder Positionen wirkt die Hüfte blockiert. Das Hüftgelenk kann sich entzünden, dies führt zu Schmerzen. Dies kann langfristig gesehen zu einer Arthrose führen. Typische Schmerzpunkte des Hüftimpingementes liegen in der Leistengegend oder auch an der Hüftvorderseite.

Konservative Behandlung finden wir im Muskeltraining, der Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente und durch Injektionen in das Hüftgelenk. Eine operative Versorgung kann arthroskopische oder offene indiziert sein.

Hüftarthrose

Durch die dünner werdende Knorpelschicht der Knochen im Hüftgelenk, steigt die Druckbelastung der Knochen. Dies führt zu Schmerzen und die Beweglichkeit des Gelenks lässt nach. Eine Arthrose lässt sich nicht heilen, aber sie kann gut behandelbar sein.

Die ersten konservativen Maßnahmen beinhalten, je nach Schmerzen und Fortschritt der Arthrose, orthopädisches Schuhwerk, Physiotherapie, Reha-Sport, Funktionstraining, Wassergymnastik, Geschichtsreduktion, entzündungshemmende Medikamente, Kortisonspritzen oder Hyaluronsäure-Spritzen. Nach ausführlicher Besprechung und Aufklärung kann auch eine Indikation zum künstlichen Hüftgelenkersatz gestellt werden.

Piriformis­Syndrom

Unter dem Piriformis-Syndrom (Musculus piriformis) versteht man eine muskuläre Fehlspannung eines Muskels des Gesäßes. Dies kann zu Schmerzen führen, aber auch zu einer Quetschung eines Nervs, zum Beispiel den Ischiasnerv.

Konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Akupunktur, Stoßwellentheraphie und/oder Schmerzmittel können zur schnellen Schmerzreduzierung und Entlastung im Alltag verhelfen.

Bursitis trochanterica

Über dem großen Rollhügel der Hüfte, dem Trochanter major, sitzt der Schleimbeutel der viel Bewegung und somit auch Reizung ausgesetzt ist, bei Entzündung wird dieses Krankheitsbild als Bursitis trochanterica bezeichnet. Typische Entzündungszeichen, sind Rötung und Überwärmung der Haut, einhergehend mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung.

Sollte trotz konservativer Maßnahmen wie Gabe von Entzündungshemmern, Schonung und Kühlung, keine Besserung der Beschwerden eintreten oder die Entzündung des Schleimbeutels immer wiederkehren, kann eine Operation notwendig werden, bei der arthroskopisch der Schleimbeutel entfernt wird.

Kniegelenks­arthrose

Der Verschleiß des Kniegelenks, wird meist unter Belastung auffällig. Betroffene Personen klagen häufig über Anlaufschmerzen, besonders am Morgen. Auslösende Faktoren für können ein Übermaß an Belastung durch erhöhtes Körpergewicht oder falsche sportliche Aktivitäten sein, auch das Alter gilt es zu berücksichtigen.

Gezielte konservative Therapie und die dadurch einhergehende Schmerzreduzierung lässt sich durch Hyaluronsäure, Kortison, Gabe von Schmerzmitteln und orthopädischen Hilfsmitteln durchführen. Tritt keine deutliche Entlastung der Schmerzen ein und der Alltag bleibt dauerhaft beeinträchtig, kann ein operativer Eingriff wie ein künstliches Kniegelenk indiziert sein und weiteren Verschlechterung entgegenwirken oder sogar zur Beschwerdefreiheit verhelfen.

Meniskusläsion

Unter einer Meniskusläsion versteht eine Verletzung des Innen- oder Außenbandes des Kniegelenks, dies kann eine Schädigung, einen Anriss oder kompletten Riss (Ruptur) bezeichnen, die degenerativ oder traumatische Ursachen haben kann. Schmerzen können besonders im Gelenkspalt, also im Inneren des Knies, beim Gehen auftreten oder Blockade-Gefühle auslösen.

Eine operative Maßnahme ist nicht zwingend erforderlich, oft bleiben Meniskusläsionen auch symptomfrei und somit unentdeckt. Eine orthopädische Hilfsmittelversorgung kann bei leichten Beschwerden schon Abhilfe verschaffen. Eine operative Maßnahme, die so genannte Gelenkspiegelung des Kniegelenkes, ist allerdings ein häufiger und routinierter Eingriff, um den Alltag wieder zu erleichtern.

Kreuzband­läsion

Dieses Krankheitsbild ist eine Verletzung oder Schädigung eines Kreuzbandes. Die Kreuzbänder sind Bänder aus sehr starkem Bindegewebe. Sie liegen im Inneren des Kniegelenkes und festigen es. Sind diese beschädigt, kann es zu starken Bewegungseinschränkungen und einer nicht unbeachtlichen Beschwerdesymptomatik führen. Kombinationsverletzungen mit anderen Gelenkstrukturen des Kniegelenks, wie beispielweise den Menisken oder Seitenbändern, ist nicht unüblich.

Je nach Einschätzung des Behandlers über das Ausmaß der Verletzung und die Beschwerden der zu behandelnden Person, kann die Therapie konservativ mit Physiotherapie zum Muskelaufbau bzw. durch Bewegungs-, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen zur Stabilisierung des Knies oder operativ, dabei wird das gerissene Kreuzband durch ein Transplantat ersetzt, durchgeführt werden.

Bakerzyste

Durch eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Kniekehle kann eine sogenannte Bakerzyste entstehen. Durch sie können leichte Schmerzen und Spannungsgefühle entstehen. Entstehen können diese Zysten im Erwachsenenalter durch Verletzungen, Verschleiß der Gelenke oder durch eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung. Kleinere Zysten können sich häufig auch von selbst wieder zurückbilden und sind somit oft nicht therapiebedürftig.

Erste Maßnahmen beinhalten möglichst Ruhigstellung, entzündungshemmende Medikamente und Physiotherapie. Bakerzysten können auch operativ entfernt werden.  

Osteo­chondrosis dissecans

Osteochondrosis dissecans (OD) im Sprunggelenk ist eine Erkrankung der Gelenkfläche und beschreibt das Absterben begrenzter Bezirke zwischen Knochen und Knorpel und kann ebenso am Knie oder Ellenbogen auftreten. Es handelt sich bei betroffenen Personen meist um junge Erwachsene und sportlich aktive Menschen, eine eindeutige Ursache bleibt bisher aber ungeklärt. Die Symptomatik reicht von leichten Beschwerden, bis zu Schmerzen und Gelenkblockaden.

Durch Schonung und eine längere Entlastungsphase kann bei der Osteochondrose dissecans eine Spontanheilung erzielt werden. Bei Fortschreiten des Krankheitsbildes oder instabile Läsionen im betroffenen Bereich, ist meist eine Operation unumgänglich.

Sprung­gelenks­fraktur

Klassifikation nach Weber A/B/C
Ist ein oder sind mehrere Knochen im Sprunggelenk gebrochen, spricht man von einer Sprunggelenksfraktur. Einer Sprunggelenksfraktur wird unterschiedlich klassifiziert (nach Weber). Bei der Weber A Fraktur befindet sich der Bruch unterhalb der Syndesmose, das Fußgelenk ist stabil. Die Weber B Fraktur beschreibt den Bruch auf der Höhe der Syndesmose, häufig ist das Band mitbetroffen jedoch ist das Gelenk noch stabil. Bei der Weber C Fraktur ist der Bruch oberhalb der Syndesmose. Das Band ist gerissen, das Gelenk aber weiterhin stabil.
Konservative Behandlung können Gipsen und Schienen sein, allerdings kommt dies eher bei absoluten Kontraindikatoren für eine Operation vor. Dann wird die Fraktur osteosynthetisch versorgt und zeitnah physiotherapeutisch unterstützt, um gegen eine sekundäre Arthrose arbeiten zu können.

Sprung­gelenks­distorsion

Zu einer Sprunggelenksdistorsion kommt es durch eine starke Überdehnung der inneren- und/oder äußeren Seitenbänder, diese können auch reißen.
Erste Schritte der Therapiemaßnahmen beinhalten Schonung, Entlastung, Kühlung, Kompression, Hochlagerung, Gehstützen und eine Versorgung durch eine Sprunggelenksorthese.
Sollten Verletzungen der Syndesmose vorliegen und eine knöcherne Beteiligung diagnostiziert werden, ist eine Operation notwendig.

Plantar­fasziitis

Ein besonders bei Laufbegeisterten beliebtes Krankheitsbild, ist die Plantarfasciitis. Eine Entzündung der Sehnenplatte im Bereich der Fußsohle, die besonders bei Gehbelastung Schmerzen aufweist. Die Plantarfaszie beginnt unter dem Fersenbein und reicht bis zu den Zehen. Bei der Plantarfasciitis ist Geduld gefordert.

Eine Therapie kann durch eine orthopädische Einlagen- und Druckentlastungsversorgung erfolgen, aber auch die eigenständige Mitarbeit der Betroffenen ist gefragt, wie beispielweise durch Dehn- und Faszienübungen und eine Anpassung der sportlichen Aktivitäten.

Knick-Senkfuß

Der Knick-Senkfuß (pes planovalgus) ist eine Kombination aus zwei Fehlstellungen des Fußes: dem Knickfuß und dem Senkfuß. Häufig kommen diese beiden Fehlstellungen gemeinsam vor. Durch den Knickfuß stehen die Ferse und auch die Achillessehne übermäßig schief zum Boden. Auf Grund dieser schrägen Belastung, flacht das Fußgewölbe ab und der äußere Fußrand wird dadurch angehoben.

Konservative Behandlung: orthopädische Einlagen, spezielle Fußübungen.

Fersensporn

Röntgendiagnostisch lässt sich schnell ein Fersensporn nachweisen. Zu beachten gilt: ein Fersensporn kann Schmerzen verursachen, ausschlaggebend dafür ist allerdings die Entzündung der Sehnenplatte.

Eine Stoßwellenbehandlung und eine orthopädische Versorgung durch Einlagen oder bestimmte Fersenkissen, können zu einer schnellen Schmerzlinderung verhelfen.

Achillodynie

Die Achillodynie ist eine schmerzhafte und entzündliche Veränderung in der Achillessehne. Unter anderem können mechanische Überlastung oder Ablagerungen bei Stoffwechselerkrankungen Faktoren dafür sein.

Konservative Behandlung: Entlastung, Schmerzmittel, orthopädische Einlagen, orthopädisches Schuhwerk, Physiotherapie, Stoßwellentherapie,

Operative Behandlung: operative Achillodynie-Behandlung

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